EEG-Umlage: über 220 Euro mehr pro Haushalt



EEG-Umlage steigt von 3,592 auf 5,277 ct/kWh

Berlin (SP) Im kommenden Jahr 2013 beträgt die Umlage für die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütete Stromeinspeisung 5,277 ct/kWh. Dies haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) heute bekannt gegeben. Derzeit liegt die sog. EEG-Umlage bei 3,592 ct/kWh. Dazu eine Beispielrechnung des Verbands Wohneigentümer (Bonn): "Eine dreiköpfige Familie verbraucht durchschnittlich etwa 4.000 kWh. Allein die Kosten für die EEG-Umlage würden den Strom um rund 211 Euro verteuern, zuvor waren es bereits etwa 144 Euro. Hinzu kommen der reguläre Strompreis und die Mehrwertsteuer. Im Durchschnitt zahlt ein dreiköpfiger Haushalt dann nicht mehr 997 Euro, sondern durchschnittlich 1.070 Euro im Jahr." Von der EEG-Umlage sind Unternehmen ausgenommen, die große Stromverbräuche haben: Die Zeche zahlt also mal wieder der kleine Mann.

"Die EEG-Umlage wird für das kommende Jahr deutlich ansteigen, nachdem sie für das laufende Jahr gegenüber 2011 nahezu unverändert geblieben war"", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Die steigende Differenz der prognostizierten Werte für 2013 aus den durch die ÜNB zu leistenden EEG-Vergütungszahlungen und den Einnahmen aus der börslichen Vermarktung ist eine wesentliche Ursache für den Anstieg. Auch im kommenden Jahr werden erhebliche Neuanschlüsse von nach dem EEG geförderten Anlagen erwartet."

"Darüber hinaus muss das unerwartet hohe Defizit auf dem EEG-Konto von aktuell rund 2,6 Mrd. Euro ausgeglichen werden. Das Defizit ist hauptsächlich auf den Rückgang des Börsenpreises sowie den in diesem Maße nicht vorhergesehenen Zubau an PV-Anlagen und daraus resultierend höheren Vergütungszahlungen zurückzuführen", erläuterte Homann.

Insgesamt prognostizieren die ÜNB für das Jahr 2013 EEG-Einspeisevergütungen in Höhe von ca. 18,5 Milliarden Euro. Dem stehen prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von ca. 2,6 Milliarden Euro gegenüber. Die Differenz zwischen prognostizierten Einspeisevergütungen und Vermarktungserlösen bildet den wesentlichen Bestandteil der EEG-Umlage. Je niedriger das Börsenpreisniveau ist, desto größer ist die mit der EEG-Umlage zu finanzierende Differenz zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen.

Die EEG-Umlage enthält zudem eine Liquiditätsreserve, um die Schwankungen der fluktuierenden Energieträger Wind und Solar, die mit einem Anteil von ca. 57 Prozent den wesentlichsten Teil der EEG-Umlage 2013 beeinflussen, aufzufangen. Diese Reserve beträgt für das kommende Jahr zehn Prozent des erwarteten Differenzbetrags (2012: drei Prozent).

"Das von den ÜNB geführte Umlagekonto weist mitunter große Defizite auf, wie das auch aktuell der Fall ist. Durch die deutliche Erhöhung der Liquiditätsreserve werden die Unsicherheiten für die ÜNB jedoch auf ein tragbares Maß reduziert. Sollte die Liquiditätsreserve nicht in Anspruch genommen werden, wirkt sie mindernd auf einen möglichen Anstieg der EEG-Umlage im Folgejahr und kommt dadurch den Verbrauchern zugute", betonte Homann.

Die EEG-Umlage wird von den ÜNB jährlich zum 15. Oktober für das folgende Kalenderjahr bekannt gegeben. Die Bundesnetzagentur kontrolliert deren ordnungsgemäße Ermittlung.

Infos: www.bundesnetzagentur.de.





EEG verteuert Stromkosten beträchtlich

Bonn (SP) Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für das Jahr 2013 steigt auf die Rekordhöhe von 5,277 Cent. Im Vorjahr waren es noch 3,592 Cent – eine Preissteigerung von 47 Prozent. Diese Erhöhung verteuert unweigerlich die Stromkosten. „Hier ist die Politik gefragt, die Verbraucher zu entlasten“, mahnt Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum e. V. in Bonn. Ein Drei-Personen-Haushalt müsse künftig 211 Euro allein an EEG-Umlage pro Jahr berappen.

Selbst Verbraucher, die den Strompreis aufmerksam beobachten und regelmäßig zu einem günstigen Anbieter wechseln, werden es merken: 2013 verteuert sich der Strom für alle Deutschen. „Die Umlage der Subventionen für erneuerbare Energien darf nicht eins zu eins in den Endpreis für den Verbraucher fließen“, kritisiert Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum. Der Verband Wohneigentum fordert, bei aller Unterstützung für die Energiewende, nicht ihre ursprüngliche Zielsetzung aus den Augen zu verlieren: sicher, sauber und bezahlbar!

Sozialverträgliche Tarifmodelle können nur mit Hilfe der Politik entwickelt werden. „Denkbar wäre die ursprünglich als Instrument des Klimaschutzes gedachte Öko- bzw. Strom-Steuer mit den Belastungen aus EEG und Netzentgeltverordnung gegenzurechnen“, so Rauch. Entlasten könnten auch nach Haushaltsgröße gestaffelte Strompreise mit einem Festpreis für eine bestimmte Anzahl Kilowattstunden als Beitrag zur Grundversorgung.

Infos: www.verband-wohneigentum.de.







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