Schornstein anbohren



Schornstein mit zwei Rundrohren

Montage eines Schornsteins mit zwei Rundrohren.



Kaminofen an Schornstein anschließen

Wie schließe ich meinen Kamin an den Schornstein an?

Den Kaminofen an den Schornstein anschließen - das ist für Selbstaufbauer eine der schwierigsten Übungen. Die beste und sicherste Methode: einem Fachmann/Ofensetzer überlassen. Vielerorts übernehmen auch Schornsteinfeger solche Arbeiten.
Man kann es selbst machen, muss jedoch einiges beachten.

Die Schornsteine von einst, die nur gemauert waren, findet man nur noch in alten Gebäuden. Wer einen Kamin einbauen will, sollte auch einen neuen Schornstein einziehen: Das lässt sich recht preiswert mit einem Edelstahl-Rohr erledigen, das, genügend Raum natürlich vorausgesetzt, einfach in den alten Zug eingelassen wird.





Das Innere eines modernen Schornsteins

So sieht das Innenleben eines modernen Schornsteins aus.



Kernbohrung am Kamin

Keramik-Schornsteine dürfen nicht gestemmt werden

Wer einen modernen Schornstein mit Keramik-Innenrohr und Isolierung sein Eigen nennt, muss beim Anschließen des Kamnins einiges beachten:

Das Loch darf nicht mit Hammer und Meißel gestemmt werden: Dabei würde der Keramik-Einsatz wegbrechen - der Rest kommt dann unweigerlich von oben.

Kernbohrung oder Rififi-Methode

Also bleibt nur die Kernbohrung oder aber die bei Amateuren immer noch sehr beliebte Rififi-Methode: Kreisförmig ein Bohrloch neben das andere setzen, dann die Keramik-Scheibe vorsichtig herausbrechen.

Genau die Mitte des Schornsteins treffen

Wie man die Mitte des Schornsteins trifft: Nach sorgfältiger Ausmessung ein vorsichtiges Loch in die berechnete Mitte bohren. Einen Stab durchstecken unnd mit einem Spiegel über die Reinigungsöffnung kontrollieren. Falls nötig, die Kernbohrung dann entsprechend korrigieren.



Mehrere Kamine an einen Schornstein anschließen

Mehrfachbelegung, zum Beispiel Kaminöfen in mehreren Geschossen, ist bei gleichen Brennstoffen und Betriebsweisen (mit/ohne Gebläse) möglich. Der Schornsteinquerschnitt muss entsprechend dimensioniert sein. Bei einer Mehrfachbelegung kann es allerdings zu unangenehmer Schallübertragung zwischen den Geschossen beziehungsweise Räumen kommen.

Bei Mehrfachbelegung müssen die Feuerstätten und Abgasanlagen so ausgelegt sein, dass die Gefahr von Abgasaustritt auch aus nicht betriebenen Feuerstätten nicht besteht. Hilfestellung liefert der Schornsteinhersteller. Weitere Informationen siehe DIN V 18160-1. Abschnitt 12.1.2..

Mehr Infos beim Schorni des Vertrauens oder unter www.proschornstein.de.



Höhe des Schornsteins

Damit ein Schornstein zieht, muss er eine ausreichend wirksame Höhe und eine ausreichend lichte Querschnittsfläche haben. Diese Abmessungen hängen von der Art und Leistung der Feuerstätte ab. Die genaue Berechnung erfolgt nach DIN EN 13384. Anbieter von Systemschornsteinen übernehmen diese Berechnung. Auch der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister ist ein kompetenter Ansprechpartner.

Faustregel: vier Meter ab Kaminanschluss

Als Mindesthöhe für einen Schornstein werden vier Meter ab Einführung des Verbindungsstückes vom Kamin in den Schornstein empfohlen.

Welchen Durchmesser muss der Schornstein haben?

In 95 Prozent aller Fälle sind folgende Schornsteindurchmesser erforderlich:
Öl-, Gas- und Pelletheizungen: 12 bis 14 cm
Kamin- und Kachelöfen: 16 bis 18 cm
Offene Kamine: etwa 20 cm



Einschalige Schorsteine sind out

Experten warnen vor der Nutzung alter, einschaliger Schornsteine: Sie taugen grundsätzlich nicht zum Betrieb moderner, mit niedrigen Abgastemperaturen arbeitenden Heizungsanlagen. Auch für Pellet-Öfen sind sie nicht geeignet.

Grundsätzlich sind sie nach Angaben des Schorsteinbauers Schiedel für den Betrieb raumluftabhängiger Heizungsanlagen - wie eben Kaminöfen - nicht geeignet.

Gegen den Betrieb sprechen vor allem Sicherheitsbedenken. Nach einem Rußbrand bilden sich Risse zum Innenraum hin. Auch neigen einschalige Schornsteine aufgrund ihres meist relativ großen Querschnittes zum Versotten: Die Abgase strömen langsamer nach oben, kühlen sich schneller ab und kondensieren - der Kamin versottet. Die Kaminwände werden angegriffen, aus der Service-Klappe oder dem Rohr im Keller läuft eine schwarze Brühe heraus.







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