Kaminholz: Warentest warnt vor zu hoher Feuchte



Kaminholz darf nicht zu feucht sein

13,3 Prozent - besser geht's kaum Kaminholz muss trocken sein. Die Feuchtigkeit darf maximal 20 Prozent betragen. Doch weniger ist immer besser. Mit preiswerten Messgeräten kann man zumindest die Außenfeuchtigkeit von Scheitholz messen. Diese Miete ist perfekt: nach oben gegen Regen geschützt, gut hinterlüftet, und vor allem ist sie zur Südseite ausgerichtet.





Kaminholz zu feucht = schlechte Energieausbeute

Zu feuchtes Brennholz lässt Kaminöfen zu Dreckschleudern werden

Berlin (SP) Wenn es aus dem Schornstein qualmt und stinkt und die Kaminofenscheiben verrußen, ist meist das Kaminholz/Brennholz zu feucht. Darauf macht die Stiftung Warentest aufmerksam. Dass bei zu feuchtem Scheitholz die Öfen zu Dreckschleudern werden und auch die Energieausbeute in den Keller geht, ist allgemein bekannt. Doch die Prüfer von Warentest gingen der Sache nun auf den Grund: mit alarmierenden Ergebnissen. Bei zu viel Wasser im Kaminholz können die Schadstoffwerte im Abgas um ein Mehrfaches steigen. Selbst „gute“ Kaminöfen würden so zu Stinkern, fanden die Tester heraus.

Die Tester verbrannten sowohl trockenen Brennstoff mit nur 14 Prozent Restfeuchte als auch Scheite mit 25– und 35-prozentigem Feuchtegehalt. Dadurch verdoppelte beziehungsweise vervielfachte sich der Staubgehalt im Abgas. Insbesondere der Feinstaubanteil gilt als gesundheitsschädlich, weil kleine Partikel tief in die Lunge dringen und dabei auch Giftstoffe transportieren können.

Erhöhte Wassergehalte in Holz verschlechtern die Verbrennungsprozesse und damit auch die Abgaswerte. Die Messungen zeigen stark steigende Konzentrationen von Kohlenmonoxid sowie Kohlenwasserstoffen. Wer mit zu feuchtem Holz heizt, dem steht rund ein Drittel der Energie nicht für die Raumheizung zur Verfügung, weil sie zum Teil für das Verdampfen von Wasser verbraucht wird. Das Verbrennen von Holz mit einer Feuchte von mehr als 25 Prozent ist laut Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz verboten.

Umweltschonende Holzverbrennung ist möglich: Neben dem Kauf eines „guten“ Ofens (Test Kaminöfen und Pelletöfen) ist dabei eine Holzfeuchte von etwa 15 Prozent empfehlenswert. Dafür muss das Holz nach dem Schlagen etwa zwei Jahre geschützt trocknen. Mit Einstechmessgeräten lässt sich die Holzfeuchte einfach selbst kontrollieren.

Der Bericht zum Thema Feuchtigkeit von Kaminholz mit Info-Grafiken unter www.test.de/brennholz.

Mehr Infos zum Heizen mit Holz und zum Thema Feuchtemessung gibt es bei Kaminholzratgeber.de (Brennholz richtig lagern).




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