Pelletöfen



Alles über Pelletkaminöfen

Wuppertal (SP) Pelletheizungen erobern die Wohnzimmer: Zwischen 2005 und 2014 hat sich der Absatz von Pelletöfen fast verdreifacht. „Der Trend wird sich zukünftig fortsetzen“, erklärt Larissa Mathiszik von der Aktion Holzpellets der EnergieAgentur.NRW. „Pelletöfen lassen sich optimal in Smart-Home-Systeme integrieren und sind dadurch bequemer als klassische Feuerstätten.“

Statt Scheitholzschleppen und -stapeln gibt es beim Pelletofen ein wärmendes Flämmchen bereits beim Heimkommen. Der Ofen lässt sich in Smart-Home-Lösungen integrieren. Mit Hilfe einer App oder über das Internet lässt er sich aus der Ferne steuern.

Holzpelletöfen sind speziell für Wohnräume konzipiert. Es sind mittlerweile auch Öfen mit einem Flammbild erhältlich, das dem Kaminofen zum Verwechseln ähnlich sieht. Nicht zu vergessen: Wer mit Holz heizt, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Denn Holz und Holzpellets verbrennen per Definition CO2-neutral.

Die Aktion Holzpellets, eine NRW-weite Marktinitiative der EnergieAgentur.NRW, informiert Verbraucher über den aktuellen Trend. Informationen zum Heizen mit Holzpellets erhalten Interessenten gratis im „Siegerpaket“.



Moderner Pelletkaminofen von Rika - (c) Rika



Hoher Wirkungsgrad von Pellets

Diese Grafik zeigt die höchst unterschiedlichen Wirkungsgrade von Holzfeuerungsanlagen (Kaminöfen). (c) Deutsches Pelletinstitut GmbH

Diese Grafik zeigt die höchst unterschiedlichen Wirkungsgrade von Holzfeuerungsanlagen (Kaminöfen).



Wie funktioniert ein Pelletofen?

Ein Holzpellet-Ofen fürs Wohnzimmer (Pelletkaminofen) ist im Prinzip ein für Pellets optimierter Kaminofen. Allerdings muss man nicht ständig selbst "nachlegen": Die Pellets gelangen aus einem Vorratsbehälter automatisch in eine Art Feuerschale im Brennraum. Ein Zünddraht und eine Gebläse sorgen für einen sauberen automatischen Start. Auch eine Steuerung per Smartphone oder Zeitschaltuhr ist möglich, ebenso die Einbindung in ein Smarthome-System, also die comuutergestützte Steuerung aller möglichen Hauskomponenten. Natürlich gibt es auch ein schönes Sichtfenster, das die als besonders wohlig empfundene Strahlungswärme in den Raum abgibt. Manche Pelletöfen sind so gebaut, dass die Flamme durchaus den normalen Kaminöfen ähnelt.

Ein Ofen benötigt zum Betrieb immer die Zufuhr von Frischluft. Normalerweise wird die Verbrennungsluft eines Kaminofens aus dem Raum entnommen. Es gibt auch raumluftunabhängige Pelletkaminöfen: Sie saugen die zum Brennen benötigte Luft nicht aus dem Haus und eignen sich daher besonders für moderne, besonders dichte moderne Energiesparhäuser. Bei raumluftunabhängigen Kaminöfen können auch Dunstabzugshauben gefahrlos betrieben werden.

Weil Pellets im Gegensatz zu Scheitholz ein sehr homogener Brennstoff sind, sind Wirkungsgrade bis 90 Prozent "drin". Im Vergleich: Kaminöfen mit Scheitholz schaffen nur etwa 40 bis 85 Prozent.

Die Holzpresslinge mit einer Größe von 20 bis 50 Millimetern gibt es in 15-Kilogramm-Säcken oder als Schüttware. Sie können einfach gelagret werden, dürfen jedoch nicht feucht werden. Holzpellets werden aus Holzspänen gepresst und durch Maisstärke als Bindemittel stabilisiert.

Holzpellets sind genormte Presslinge aus naturbelassenem Restholz ohne Zugabe von Bindemittel. Sie besitzen eine hohe Energiedichte und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Die Restfeuchte liegt bei sieben bis neun Prozent. Der Aschegehalt ist kleiner oder gleich 0,5 Prorzent.

Ein Ofen benötigt zum Betrieb immer die Zufuhr von Frischluft. Üblicherweise wird die Verbrennungsluft eines Kaminofens dem Aufstellraum entnommen. In folgenden Fällen sollte die Verbrennungsluft jedoch von außen zugeführt werden damit die Feuerstelle raumluftunabhängig betrieben werden, rät der österreichische Kaminoferbauer Rika:

- Bei einer besonders dichten Gebäudehülle, also vor allem bei modernen, energiesparenden Gebäuden.
- Wenn eine Dunstabzugshaube und ein Kaminofen gleichzeitig betrieben werden sollen.
- Bei einer kontrollierten, mechanischen Wohnraumlüftung.



Pelletkaminöfen haben meist einen beschränkten Vorratsbehälter mit etw 40 Kilogramm. Es gibt Vorratsbehälter für etwa 150 Kilogramm Pellets, hier von der Firma Wadtke, die einfach an den Kaminofen angeschlossen werden. Sie lassen sich leicht befüllen - (c) wodtke.com

Was kostet ein Pelletkaminofen?

Pelletkaminöfen für kleine Räume bis 50 Qudratmeter gibt es ab etwa 900 Euro. Die Preis- und Leistungspanne reicht bis über 6000: Dafür bekommt man Holzpelletkaminöfen mit elektronischer Steuerung, vollautomatischer Reinigung und fast geräuschlosem Nachfüllvorgang. Eine Tonne Holzpellets kostet etwa 230 Euro, umgerechnet sind das etwa fünf Cent für eine Kilowattstunde.

Es gibt auch Kaminöfen, die sowohl mit Scheitholz als auch mit Holzpellets betrieben werden können.

Holzpellets eignen sich aber auch, um schnell das Feuer in einem normalen Kaminofen zu entfachen. Dazu schüttet man ein paar Hände volle in einen speziellen stählernen Anzündkorb. Eine solche feuerfeste Stahlschale wird hier beschrieben.



Für Wohnzimmer geeignet: Kaminofen für Holzpellets mit zusätzlichem Pelletspeicher für 150 Kilogramm. - (c) Wodtke

Was kosten Holzpellets?

Das sind die aktuellen (2017) Preise für Holzpellets:

Eine Tonne Holzpeletts kostet etwa 300 Euro.

Ein 15-Kilogramm-Sack Holzpellets (Sackware) kostet etwa 11 bis 15 Euro.



Sackware Holzpellets - (c) Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH


Die Seite von www.kaminholzratgeber.de teilen






Druckbare Version
(c) by Kaminholzratgeber.de